Die ersten hundert Jahre . . .

1831: Gründung der Musikkapelle Schmirn durch Franz Fuchs III (Jorner bzw. “Orgler”), ein Nachkomme der Orgelbaudynastie Fuchs, welcher ein Jahr zuvor als Lehrer und Organist nach Schmirn kam. 23 Musikanten und der Kapellmeister bildeten unsere Musikkapelle.

Der “Tiroler Anzeiger” aus dem Jahr 1932 berichtet vom Fund in der Turmkugel.

Grabstein des Gründers und 1. Kpm Franz Fuchs III (Orgler)

Grabstein des Gründers und
1. Kpm Franz Fuchs III (Orgler)

1835: Am 10. Juli wurde Erzherzog Johann, der mit seinem Gefolge auf der Durchreise durch das Wipptal u.a. auch das Tuxerjoch überquerte, beim Aufstieg von Gewehr- und Böllerschüssen der Schmirner und Steinacher Schützen, sowie “türkischer Musik” (wie im 19. Jhdt. die Blasmusik auch genannt wurde) begrüßt.

1845: Im Inventarverzeichnis der Pfarrkirche wurden eine Kirchenorgel im Wert von 700 Gulden, sowie sechzehn Musikinstrumente mit einem Gesamtwert von 253 Gulden und 24 Kreuzer festgehalten, welche “Kurat Parigger (1827-1843) wegen besonderer Wichtigkeit anschaffen ließ”.

1872: Nach dem Tod von Franz Fuchs III übernahm vorübergehend der Postmeister von Schmirn, Josef Eller (Riedl), die Führung der Musikkapelle Schmirn.

Zeitungsbericht von der Jochüberquerung (Wiener Zeitung vom 21. Juli 1835; ähnlicher Artikel in der Klagenfurter Zeitung vom 22. Juli 1835)

Zeitungsbericht von der Jochüberquerung (Wiener Zeitung vom 21. Juli 1835; ähnlicher Artikel in der Klagenfurter Zeitung vom 22. Juli 1835)

1873: Der Sohn des Gründers, Franz Fuchs IV leitete die Musikkapelle “mustergültig” bis zum Jahr 1890, ehe er als Kapellmeister (1891-1907) und Organist nach Navis zog.

1877: Die Schmirner Musikkapelle war bei der Einweihung des Rudolfbrunnens (Bozner Platz/Innsbruck), welcher anl. der 500 jährigen Zugehörigkeit Tirols zu den Habsburgern errichtet wurde, dabei.

1888: Wie der Kirchenchronik zu entnehmen ist, spielte die Musikkapelle Schmirn am 4. September 1888 unter der Leitung von Franz Fuchs anlässlich des Besuches von Fürstbischof Dr. Simon Aichner aus Brixen folgende Stücke: “Marsch” von Klein, Duett aus der Oper “Norma” von Bellini, “Grave” von Zippel, “Freie Gedanken” Marsch, “Auf nach Innsbruck” von Klein und “Wettstreit” Marsch.

Inventarverzeichnis / Kirchenchronik aus dem Jahr 1845

Inventarverzeichnis / Kirchenchronik aus dem Jahr 1845

1891: Der Musikkapelle Schmirn stand nunmehr der Tischler Johann Eller (Riedl, Sohn des Postmeisters) als Kapellmeister vor. Von ihm wurden auch die Tischlerarbeiten für das Ostergrab in der Schmirner Pfarrkirche ausgeführt.

1894: Sein Bruder Alois Eller (Riedl), ebenfalls Postmeister in Schmirn, folgte ihm nach und leitete die Kapelle äußerst erfolgreich in den folgenden 30 Jahren bis zum Jahr 1923. Wie der Chronik zu entnehmen ist, gelang es Ihm, die Musik auf ein für ein Hochgebirgstal überdurchschnittliches Niveau zu bringen. Alois Eller wurde wegen seiner Verdienste zum Ehrenkapellmeister der Musikkapelle ernannt.

1903: Starb Josef Eller, 2. Kapellmeister der Musikkapelle Schmirn. 2 Jahre später wurde sein Sohn Johann Eller, 4. Kapellmeister unserer Musikkapelle in Volders begraben.

1909: Teilnahme bei der Jahrhundertfeier (Tiroler Freiheitskampf) in Steinach am Brenner.

1914: Jubiläum des Ehrenkapellmeisters der Musikkapelle Matrei-Umgebung – auch die Musikkapelle Schmirn fand sich ein.

1915: Wurde Franz Fuchs IV in Navis zu Grabe getragen. Er war der 3. Kapellmeister der Musikkapelle Schmirn

1919: Feierlicher Empfang der Heimkehrer des 1. Weltkrieges.

Konzertprogramm aus der Kirchenchronik

Konzertprogramm 1888 (Kirchenchronik)

Der allgemeine Tiroler Anzeiger berichtet vom Jubiläum in Matrei

Der allgemeine Tiroler Anzeiger vom 28. Mai 1914 berichtete vom Jubiläum in Matrei

1923: übernahm Alois Mader, Bauer beim “Mesner”, das Amt des Kapellmeisters und führte dieses bis zum Ende des Jahres 1954 gewissenhaft und meisterlich aus. Ihm gelang es, in dieser Zeit das hohe Niveau der Kapelle nicht nur zu halten, sondern noch zu steigern. Vor allem Franz Wessiak (Kpm der MK Steinach und Obmann der Bundesmusikkapelle Innsbruck und Umgebung) war von der Leistung der Schmirner Kapelle angetan und so wurde nunmehr auch desöfteren auswärts gespielt. In der Chronik steht dazu geschrieben: „ Die Leistungen haben sich im Wipptal schnell herumgesprochen und so folgten Einladungen über Einladungen. Die Männer machten in ihrer felsgrauen Tracht (jetzt mit Lyra und Schnur), grauen Hüten mit weißwehenden Hahnenfedern einen günstigen Eindruck“.

1926: Musikkapellen des Wipptals und Stubai schlossen sich zu einem Verband zusammen.

1927:  Starb Ehrenkapellmeister Alois Eller, 5. Kapellmeister der Musikkapelle Schmirn. Teilnahme beim Musikfest der Musikkapelle Steinach anlässlich deren 100 Jahrfeier.

Auch in der Musikchronik ist die graue Tracht festgeschrieben

In der Musikchronik von 1933 wird berichtet, dass die Schmirner vorher graue Jacken hatten.

Die Schmirner tauschten ihre graue Tracht gegen eine rote Tracht aus . . .

Haben die Geschicke der Musikkapelle Schmirn in den ersten hundert Jahren geleitet: 2. Kpm Josef Eller (Riedl); 3. Kpm. Franz Fuchs IV (Orgler); 4. Kpm Johann Eller (Riedl) und die beiden Ehrenkapellmeister Alois Eller (Riedl) und Alois Mader (Mesner)

Zusammen mit dem Gründer haben sie die Geschicke der Musikkapelle über ein Jahrhundert lang geleitet: Josef Eller (Riedl), Johann Eller (Riedl), Franz Fuchs IV (Orgler) und die beiden Ehrenkapellmeister Alois Eller (Riedl) und Alois Mader (Mesner)

1928: Anschaffung der heutigen, “roten” Tracht (schwarze Kniebundhose, roter Janker mit weißer Schnur, schwarzer Zillertaler-Trachtenhut mit Spielhahn- und Hahnenfeder sowie Lederranzen) Der Schneidermeister Heinrich Garber aus Stafflach fertigte die Trachten an, die Hüte wurden bei der Fa. Pokubetz in Hall angeschafft. Um die Kosten von 27.200 Kronen (~ 2.720 S) zu begleichen, wurden bei jeder Gelegenheit Glückstöpfe aufgestellt, Holz für den Verkauf von Gemeinde und den Maderbauern bereitgestellt und Sammlungen bis ins hintereste Stubaital bzw. Zillertal durchgeführt. Teilnahme, erstmalig in neuer Tracht, beim Musikfest in Steinach.

1929: Teilnahme beim jährlichen Bundesbezirkmusikfest des Bezirkes Wipptal in Steinach. Beim Gesamtspiel unter Ltg. von Franz Wessiak wurden folgende Stücke aufgeführt: “Andreas Hofer Marsch” von Mahr, “Perfekt” von Kallinov und “Meine Königin” von Stolc. Teilnahme bei der Fahnenweihe des Tiroler Bauernbundes anlässlich des 25 jährigen Bestandes ebenfalls in Steinach.

1932: Anlässlich einer Reparatur am Kirchendach der Pfarrkirche im Turmknopf wurde folgende Inschrift des Kuraten Johann Peter Innerkofler vom Jahr 1857 gefunden: ” Im Jahr 1831 wurde hier zum ersten mal die Blechmusik errichtet, 23 Individuen bilden die Musikbande, ihr Lehrmeister und Anführer ist Franz Fuchs, gebürtig von Gries a. Brenner, hier ansässiger Schullehrer und tüchtiger Musikant“. Erst ab diesem Zeitpunkt war das genaue Gründungsjahr der Musikkapelle bekannt und im Jahr darauf wurde das Jubiläum gefeiert. Verabschiedung von Pfarrer Prieth. Die Musikkapelle Schmirn führte den Umzug beim “Alt Wipptaler Trachtenfest” in Steinach an. Schmirner Musikanten nahmen den Fussweg nach Steinach für Bläserfortbildungskurse in Kauf.

1924: Musikkapelle Schmirn in ihrer ursprünglichen, grauen Tracht

1924: Musikkapelle Schmirn in ihrer ursprünglichen, grauen Tracht

1933: Die Musikkapelle Schmirn holte am Pfingstmontag, den 5. Juni 1933 am Joasner Gries das 100-jährige Bestandsjubiläum nach. Neben der Jubelkapelle folgten die Schützenkompanie Schmirn sowie die Bundesmusikkapellen von Neustift, Trins, Steinach und Jodok-Vals sowie Vertreter des Landes der Einladung und gaben der Jubiläumsfeier einen würdigen Rahmen.

1934: Wurde bisher vorwiegend in den umliegenden Gemeinden gespielt, so nahm die Musikkapelle Schmirn in den folgenden Jahren regelmäßig an Bundesmusikfesten des Musikbezirkes Wipptal-Stubaital teil. Sowohl 1934 in Mieders, als auch 1935 in St. Jodok ist die Teilnahme überliefert.

1935: Der “Tiroler Anzeiger”  bezeichnete die Musikkapelle Schmirn dank ihres Kapellmeisters als eine der besten Kapellen des Wipptals. Teilnahme beim großen Trachten-Festumzug in Steinach.

1937: Teilnahme beim 2. Wipptaler Heimattag in Matrei am Brenner.

Artikel aus dem “Tiroler Anzeiger” von 1935

1938: Angeordnete Teilnahme beim Hitler-Aufmarsch in Innsbruck und musikalische Umrahmung bei der Pflanzung der Führereiche in Schmirn.

1939: Fast die halbe Musikkapelle musste zum Kriegsdienst einrücken – einige von Ihnen kehrten leider nicht mehr heim. Wegen des Auftrittverbotes bei kirchlichen Anlässen traute man sich nicht, bei der Fronleichnamsprozession zu spielen. Musikalische Umrahmung (trotz Verbot !!) der Segnung der neu renovierten Wallfahrtskirche zur “Kalten Herberge” am Annatag. Der 13 jährige Josef Mader (Sohn des Kapellmeisters) übernahm das Amt des Organisten in Schmirn.

1940-1945: Die Musikkapelle, mittlerweile auf eine kleine Mitgliederzahl zusammengeschrumpft, mussten für die angeordneten Ausrückungen zu den “Kreistagen und Kreisappellen” Musikanten von den Nachbargemeinden ausleihen, um eine spielfähige Kapelle zu bilden. Die musikalische Teilnahme bei Prozessionen und kirchlichen Anlässen war untersagt. Innerhalb des Wipptales lieh man sich in dieser Zeit gegenseitig die Musikanten aus, um den angeordneten Aufmärschen nachzukommen.

1946: Beim “Österreichtag – 950 Jahrfeier” gab es beim Hochamt Kirchenmusik zu hören und anschließend spielte die (stark dezimierte) Musikkapelle ein paar altösterreichische Märsche.

1947: Anlässlich des sechzigjährigen Priesterjubiläums von Pfarrer Prieth “improvisierten” auf Initiative des Kapellmeisters Alois Mader einige Mander und spielten ein schlichtes Konzert. Der Verband der Tiroler Blasmusikkapellen wurde in Innsbruck gegründet.

 1948: Das Musikleben möge wieder aufleben, lautete der Wunsch der Schmirner. „ Luis Mader wurde in diesen Monaten unaufhörlich angesumst“ ist der Chronik zu entnehmen und als die Gemeinde mit der gleichen Bitte an ihn herantrat, nahm er den Neuaufbau in Angriff. Neben den 14 verbliebenen “alten” nahmen 11 neue Musikanten die Probenarbeit auf. Die Proben (erste war Probe im Dezember 1948) fanden in der Stube beim “Mesner” d.h. im Haus des Kapellmeisters statt, der den angehenden Musikanten aller Instumentengattungen das Spielen beibrachte.

14 alte und 11 neue Musikanten gaben der Musikkapelle nach dem 2. Weltkrieg wieder Aufschwung

14 alte und 11 neue (sowie 2 Jodoker) Musikanten gaben der Musikkapelle nach dem 2. Weltkrieg wieder Aufschwung

1949: Im Frühjahr konnte die Musikkapelle bereits wieder mit 12 Märschen aufwarten und es wurde wieder bei Prozessionen und Floriani ausgerückt. Am 22. Juli rückte die Musikkapelle anlässlich der Glockenweihe erstmals wieder in voller Besetzung aus. Anlässlich seines 25-jährigen Kapellmeisterjubiläums erhielt Alois Mader als Dank für seinen Bemühungen einen Tambourstab und die Kapellmeisterschärpe.

Eintragung als Verein – erstmals wurde auch ein Obmann gewählt

1950: Aufnahme der Musikkapelle Schmirn in das Vereinsregister.  In diesem Jahr kleidete sich die Kapelle mit der Ziviltracht ein (braune Röcke und Hüte). Die Musikkapelle Schmirn erzielte beim Wertungsspiel in Matrei am Brenner bereis einen “sehr guten bis vorzüglichen Erfolg.”

1951: Verabschiedung von Pfarrer Gillarduzzi. Teilnahme beim Wipptaler Taltag in Steinach.

1953: erhielt die Musikkapelle im neu errichteten Gemeindehaus (heutiger Kindergarten) erstmals die Möglichkeit, künftig ihre Musikproben in einem Probelokal abzuhalten. Teilnahme beim Trachtenfestumzug in Steinach.

1954: Teilnahme bei der 50-Jahr Feier des Tiroler Bauernbundes in Innsbruck. Kapellmeister Alois Mader legte sein Amt nieder.

1955: Mit seinem Sohn Josef Mader (Mesner) als Nachfolger begann eine neue Ära für die Musikkapelle Schmirn, denn er sollte neben dem Gründer Franz Fuchs III, der bisher längstdienende Kapellmeister der Musikkapelle sein. Weiters fand in diesem Jahr die “Lichtfeier” statt (Endausbau der Elektrifizierung von Schmirn).

7. Kapellmeister Sepp Mader (Mesner)

7. Kapellmeister Sepp Mader (Mesner)

 

1959: Altkapellmeister Alois Mader (Mesner) wurde zum Ehrenkapellmeister und der Altgastwirt beim Hatzler (Boten), Johann Jenewein zum Ehrenmitglied ernannt. Das Jahr stand ganz im Zeichen der Gedenkfeiern zum Jahr 1809. Teilnahme an Gedenkfeiern in Steinach bzw. Sterzing, sowie beim großen Festumzug in Innsbruck.

1961: Die Musikkapelle Schmirn veranstaltete in Steinach das Bezirksmusikfest. Im selben Jahr wurde die neue Kirchenglocke anlässlich der 200-Jahr-Bestandsfeier der Pfarrkirche Schmirn musikalisch in Empfang genommen.

1966: erfolgte die Umstimmung auf die B-Stimmung. Dies bedeutete, dass außer den Bässen alle Instrumente neu angeschafft werden mussten. Das zweite bedeutende Ereignis war die Fahrt nach Wien, verbunden mit einem Umzug und Fahnenweihen verschiedener Tiroler Vereine.

1969: Verabschiedung Pfarrer Staudacher. Ehrenmitglied Johann Jenewein wurde zu Grabe getragen.

1970: gab die Kapelle ein Konzert am Walchensee/Bayern. Es war dies der erste Aufritt der Schmirner in Deutschland. Feierliche Einweihung des Schilifts in Schmirn.

1972: Mit den Jungmusikanten (Eller Hans, Riedl Hermann und Riedl Sepp) treten erstmals Schmirner Musikanten zur Prüfung für das Jungmusikerleistungsabzeichen an – sie bestehen souverän. Eröffnung und Segnung der neuen Landesstrasse nach Schmirn. Für die Musikanten stieg der Komfort, weil bis zu diesem Zeitpunkt bei Auswärtsfahrten auf Lastwägen als fahrbarer Untersatz zurückgegriffen werden musste, da die „sticklen Eggen“ wegen Steilheit von Bussen nicht befahren werden konnten.

1973: Leider forderte die neue Strasse auch bald ihr erstes Opfer, der Flügelhornist Eller Heinrich verunglückte tödlich. Feierliche Eröffnung der Postautolinie nach Schmirn. Musikalische Umrahmung der Primiz von Oswald Hörtnagl und Einweihung der “Hohen Warte”.

1974: Militärkunstflugweltmeister Johann Ratgeb wird feierlich empfangen.

1975: Unser Musikant an der großen Trommel, Franz Eller wurde zu Grabe getragen.

1976: Der Stadtkapelle/Jugendorchester Bergen-Enkheim (Stadtteil von Frankfurt am Main) wurden 1976 und zur 100-Jahr-Feier des Orchesters 1981 ein Besuch abgestattet. Die deutschen Musikfreunde waren insgesamt dreimal in Schmirn zu Gast.

 

Stolz posieren die Musikanten im neu errichteten Musikpavillon

Erstmals wurde in Schmirn in einem Musikpavillon musiziert . . .

1977: Mit Arbeitsschichten der Musikanten wurde im Jahr 1977  der Musikpavillon erbaut und eingeweiht. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten alle Konzerte unter freiem Himmel abgehalten werden. Die Platzkonzerte fanden meist bei den Gasthäusern statt. Die Musikkapelle Schmirn wurde wieder mit der Durchführung des Bezirksmusikfestes betraut und rund 2.600 Musikanten und Gäste erlebten ein großartiges Fest. Teilnahme beim Landesmusikfest in Innsbruck.

1981: Der Gemeinde Schmirn wurde das Gemeindewappen verliehen und die Musikkapelle Schmirn feierte ihr 150-jähriges Bestehen. Als Gastkapellen nahmen die Musikkapellen von Wiesen bei Sterzing, Steinach a. Br., Vals-St. Jodok und Gries am Brenner teil. Bei dieser Feier zeigten sich die Schmirner erstmals in neu angeschafften, roten Trachtenröcken.

1982: Partnerkapelle aus Bergen Enkheim (D) war zu Gast.

1983: Teilnahme beim Musikfest in Sterzing.

1984: nahmen die Schmirner ausgehend von der Tourismuswerbung in Augsburg an einem Umzug teil. Teilnahme beim Andreas Hofer Gedenkumzug in Innsbruck.

1985: wurde erstmals der Brauch des Weihnachtsblasens in Schmirn eingeführt und im selben Jahr erfolgte die erste Plattenaufnahme der Musikkapellen des Wipp- und Stubaitals. Die Schmirner gaben den „Jubiläumsmarsch“ von Josef Mader zum Besten. Kpm. Sepp Mader erhält als erster Gemeindebürger den Ehrenring der Gemeinde Schmirn. Im selben Jahr wurde Ehrenkapellmeister Alois Mader zu Grabe getragen.

1986: Unser ehemaliger Obmann und Altbürgermeister Josef Riedl erhielt die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Schmirn. Weiters erhielt Bgm. Felix Eller (ebenfalls ehemaliger Obmann der Musikkapelle) den Ehrenring der Gemeinde und wurde zum Ehrenmitglied der Musikkapelle ernannt. Einweihung des neuen Gemeindehauses samt Probelokal.

1987: Mit den Klarinettistinnen Hildegard Eller, Heidi Zingerle und Birgit Auer wurden erstmals Musikantinnen in die Reihen der Musikkapelle Schmirn aufgenommen. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Musizieren in der Musikkapelle nur Burschen und Männern vorbehalten. Weiters wurde im selben Jahr das 1. Frühjahrskonzert abgehalten. Dieses Konzert war gleichzeitig eine „Feuertaufe“ für die Kapelle – mitten unter dem Konzert fiel das Licht aus. Trotz völliger Dunkelheit konnte Dank der vielen Proben das Stück zu Ende gespielt werden, ehe der Strom wieder anging. Auch der Einweihung des Schützenmarterls auf der Kalten Herberge gab das Beisein der Musikkapelle einen würdigen Rahmen. Teilnahme beim Landesmusikfest in Innsbruck.

1988: Partnerkapelle aus Cazaubon (Fr) war zu Gast.

1989: Ihre bisher größte Auslandsfahrt machte die Musikkapelle im Jahr 1989 nach Südwestfrankreich auf Einladung der Stadt Cazaubon und des dortigen Orchesters. Diese mehrtägige Reise war überschattet vom Tod des Kapellmeistersohnes Helmut Mader, der vor der großen Reise, am 2. Juni 1989, bei Holzarbeiten tödlich verunglückte. Im selben Jahr wurde die Schmirner Musikkapelle in Tux zum 1. Nachbarschaftstreffen eingeladen.

1991: wurde das 160 jährige Bestandsjubiläum der Musikkapelle mit einem Jubiläumskonzert und dem 2. Nachbarschaftstreffen der Gemeinden groß gefeiert. Die Kapellen der Nachbargemeinden Tux, Steinach am Brenner, Navis und Vals-St.Jodok erwiesen den Schmirnern die Ehre. Es wurde von den Musikkapellen des Musikbezirkes die 2. Platte aufgenommen (Meine Heimat ist Tirol – Josef Mader).

1992: Schmirn war wieder an der Reihe, das Bezirksmusikfest auszurichten.

1993: Teilnahme beim großen Landestrachtenfestzumzug in Navis.

1994: war die Musikkapelle Schmirn auf Einladung der Schützengilde Bürrig/Küppersteg das erste Mal zu Gast in Leverkusen. Zwei Jahre später spielte die Musikkapelle Schmirn ein zweites Mal beim Schützenfest in Leverkusen auf. Die Musikkapelle veranstaltete ein mehrtägiges “Tunnelfest” im Tunnel nach Kasern.

 

8. Kapellmeister in Schmirn Oswald Mader

8. Kapellmeister in Schmirn Oswald Mader (Mesner)

1995: Der langjährige Kapellmeister Josef Mader, der die Geschicke der Musikkapelle Schmirn 40 Jahre lang leitete, übergab seinem Sohn Oswald Mader ( Mesner) beim Frühjahrskonzert den Taktstock. Josef Mader erhielt beim Konzert, am 21. Mai (seinem Geburtstag), für seine Leistungen den Titel „Ehrenkapellmeister“. Die Gemeinde würdigte seine Verdienste rund um die Musik mit der Verleihung der “Ehrenbürgerschaft” der Gemeinde Schmirn. 1995 erfolgte auch der Spatenstich für das Tiwagkraftwerk in den Eggen sowie die Einweihung des Lawinentunnels nach Kasern. Musikalische Umrahmung des legendären “Ötztal-Radmarathon” im Zielgelände in Steinach.

1996: beendete auch der “Langzeitobmann” Alois Auer nach 21 Jahren seine Obmanntätigkeit. Altbürgermeister Felix Eller (ehemaliger Musikobmann) wurde zum Ehrenbürger der Gemeinde Schmirn ernannt. Einweihung des Kraftwerks in Schmirn. Wiedereinführung des “Tages der Blasmusik”.

1997: wurde Auer Alois für seine Verdienste zum “Ehrenobmann” ernannt. Teilnahme beim Landesfestmusikumzug in Innsbruck.

1998: erfolgte wiederum eine Plattenaufnahme. Es war natürlich naheliegend, einen Marsch von unserem Ehrenkapellmeister, den Marsch „Festzug“, auf der Platte zu verewigen. Im gleichen Jahr gab die Musikkapelle auf der Kalten Herberge ein Platzkonzert, dessen Reinerlös für die Renovierung der Kirchenorgel zur Verfügung gestellt wurde.

1999: Erstmals marschierten 4 Marketenderinnen an der Spitze der Musikkapelle mit.

Eigene Homepage brachte die Musikkapelle ins WWW . . .

2002: ging die Musikkapelle “online“. Unser Musikkollege Josef Auer erstellte für die Musikkapelle Schmirn die erste Homepage, auf der laufend über die Aktivitäten der Kapelle berichtet wurde.

 

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Unsere erste Homepage war 14 Jahre lang in Betrieb und verzeichnete 80.000 Zugriffe.

2003: wurde das jährlich erscheinende „Schmirner Musikblattl“ aus der Taufe gehoben, wo sämtliche Ausrückungen des abgelaufenen Jahres für die Bevölkerung interessant aufbereitet werden. Im selben Jahr schied Riedl Alois nach 55 Jahren aus der Musikkapelle Schmirn aus – für seine treue Mitgliedschaft wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Beim Pavillon wurden die neu errichteten Ausschankbuden, die mit den Arbeitsschichten der Schmirner Vereine errichtet wurden, im Zuge eines Nachbarschaftstreffens feierlich der Bestimmung übergeben.

2005: Neben der Fahrt nach Lassnitz in die Steiermark waren die Musikanten im Jahr 2005 öfters als in den vorangegangen Jahren zu kirchlichen Anlässen unterwegs. Hw. Pfarrer Dietmar Melzer wurde in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet und sein Nachfolger Henrik Goraus feierlich empfangen. Die neu renovierte Pfarrkirche wurde von Bischof Scheuer geweiht, wobei er von der Musikkapelle musikalisch empfangen wurde. Weiters wurde im selben Jahr das 1. Kirchenkonzert der Musikkapelle Schmirn zugunsten der neu renovierten Schmirner Pfarrkirche abgehalten.

2006: Die Musikkapelle Schmirn feierte stolz ihr 175 jähriges Bestehen. Es konzertierten die Gastkapellen aus Lassnitz (Stmk), Vals-St.Jodok, Navis und Steinach am Brenner. Unser Schlagzeuger, Wolfgang Eller entwarf unser “Musiklogo”. Es zeigt die Musiklyra mit dem stilisierten Gemeindewappen – der kalten Herberge. Die Feuerwehr wurde vor 100 Jahren gegründet und der Gemischte Chor feierte sein 25 jähriges Jubiläum. Ebenfalls einen runden Geburtstag hatten der Männerchor (20 Jahre) und der Sportverein/Sektion Fußball (25 Jahre). Weitere Ereignisse: Schützenbataillonsfest in Schmirn und Einweihung der Madermähder-Lawinengalerie.

 

Wolfgang Eller hat unser Gemeindewappen kunstvoll in unser Logo integriert.

Wolfgang Eller hat unser Gemeindewappen gekonnt in das neu entworfene Logo integriert.

2006 nahm die Bevölkerung der Gemeinde Schmirn auch Abschied vom langjährigen Pfarrer Hw. Dietmar Melzer, der unter großer Anteilnahme am 7. Oktober zu Grabe getragen wurde.

2007: Bereits zum 3. Mal waren die Schmirner zu Pfingsten beim Schützenfest in Bürrig/Küppersteg (Leverkusen) zu Gast. Schmirn war Schauplatz für das Bezirksmusikfest des Musikbezirkes Wipptal / Stubai. Die 10 Wipptaler (Obernberg, Gries, Vals-St.Jodok, Steinach, Trins, Gschnitz, Matrei-Müchlbachl-Pfons, Navis, Ellbögen und Schmirn), 4 Stubaier Musikkapellen (Schönberg, Mieders, Telfes, und Neustift; Fulpmes war entschuldigt) und die Gastkapelle aus Weitental/Südtirol fanden sich am 1.Juli bei herrlichem Wetter zu einem farbenprächtigen Umzug und Wertungsspiel ein. Bei frostigen Temperaturen fand in Innsbruck der 6. Landesmusikumzug, mit Abordnungen aller 302 Tiroler Musikkapellen statt.

2008: Aufnahmen für eine Gemeinschafts-DoppelCD der Musikbezirke Wipptal/Stubai und VSM Sterzing/Südtirol. Auf der CD sind ausschließlich Stücke heimischer Komponisten zu hören – die Musikkapelle Schmirn spielte den Walzer “Heimatklänge” von Sepp Mader ein. Die Formation “Power-Brass-Schmirn” spielte erstmalig auf. Erstaufführung des “Großen Österreichischen Zapfenstreichs” durch die Musikkapelle und Schützenkompanie in Schmirn.

2009: Alt- und Ehrenkapellmeister Josef Mader wurde für seine 70-jährige Organistentätigkeit der päpstliche Orden “Pro Ecclesia et Pontifice” verliehen. Erstmalig fand das Bezirkswertungsspiel nicht im Rahmen des Bezirksmusikfestes, sondern als eigene Veranstaltung im Freizeitzentrum Neustift statt. Das Bezirksmusikfest (erstmal als Zeltfest abgehalten) stand ganz im Zeichen der 25-jährigen Partnerschaft zwischen den Musikbezirken Wipptal/Stubai und Sterzing. Als Zeichen der Verbundenheit wurde die Doppel-CD “Ohne Grenzen” mit alten und neuen Tiroler Kompositionen vorgestellt. Teilnahme (Gastkapelle/Marschmusikbewertung) beim Bezirksmusikfest “Innsbruck-Land” in Grinzens. Eine Abordung von 8 MusikantenInnen marschierte im “Wipptalerblock” beim Landesfestumzug in Innsbruck mit. Unser aktiver Musikant und 1. Flügelhornist, Hermann Zingerle wurde zu Grabe getragen.

2010: Teilnahme beim 21. Alpenregionstreffen der Schützen in Fulpmes.

2011: Erstmalige Teilnahme beim legendären Gauderfest im Zillertal. Einweihung des neuen Gemeindezentrums samt Probelokal und Veranstaltungssaal. Bürgermeister Vinzenz Eller wurde zum Ehrenmitglied der Musikkapelle ernannt. Der gemischte Chor Schmirn, unter der Leitung von Bernadette Eller feierte sein 30 jähriges Bestehen. Standkonzert bei der Meisterfeier des SV Schmirn, der in die Bezirksliga West aufstieg.

2012: Josef Jenewein (langjähriger Kassier und ehem. Obmann) wurde zum Ehrenmitglied der Musikkapelle Schmirn ernannt. Duale musikalische Führung (Kpm + Stv.) der Musikkapelle Schmirn. Erneute Teilnahme beim Gauderfest in Zell am Ziller. Saisonabschlussfest der Landesmusikschule Wipptal in Schmirn – auf 5 Bühnen musizierten mehr als 400 Musikschüler. Konzert beim Laternenfest in Sterzing. Verabschiedung von Hw. Pfarrer Goraus Henrik (wechselte in den Seelsorgeraum Achensee) und Empfang von Hw. Pfarrer Joan Budulai.

2013: Nach 15 Jahren wurde wiederum ein Landestrachtenfestumzug abgehalten – die Musikkapelle Schmirn marschierte in Pfunds mit. ORF Liveauftritt der “Schmirner Buam” beim Radio Tirol Sonntagsfrühschoppen. Kapellmeister Oswald Mader legte nach 19 Jahren Kapellmeistertätigkeit berufsbedingt sein Amt nieder – die Familie “Mesner” stellte 91 Jahre lang durchgehend den Kapellmeister in Schmirn.

9. Kapellmeister Herbert Eller (Marxner)

9. Kapellmeister und 14. Obmann in Schmirn Herbert Eller (Marxner)

2014: Herbert Eller übernahm interimistisch für 1 Jahr das Amt des Kapellmeisters. Ehrung für Ehrenkapellmeister Sepp Mader für 75 jährige Organistentätigkeit in der Pfarrkirche Schmirn.  Standkonzert bei der Meisterfeier des SV Schmirn, der in die Gebietsliga West aufstieg. Musikalische Umrahmung des internationalen Kongresses (ASEA UNINET) von 70 Universitäten aus 16 Ländern in Innsbruck aus Anlass der 20-Jahrfeier. Musikalische Umrahmung des Pfarrfestes bei der neu renovierten Wallfahrtskirche zur “Kalten Herberge”.

10. Kapellmeister Benedikt Eller (Kaserler)

10. Kapellmeister Benedikt Eller (Kaserler)

2015: Benedikt Eller übernnahm als 10. Kapellmeister die Musikkapelle Schmirn. Altkapellmeister Oswald Mader wurde zum Ehrenkapellmeister der Musikkapelle Schmirn ernannt und  mit der Verdienstmedaille des Landes Tirol ausgezeichnet. Ehrenmitglied Alois Riedl wurde zu Grabe getragen. Teilnahme beim legendären Gauderfest im Zillertal und bei der 90 Jahrfeier der Bürgerkapelle Wolkenstein/Gröden.

2016: Die neue Homepage ging online. Der Musikkapelle Schmirn kann ab sofort als Förderer beigetreten werden. Ehrenkapellmeister Josef Mader verstarb im 90. Lebensjahr. Der gemischte Chor Schmirn feierte sein 35 jähriges Bestehen. Erstmals maschierte mit Simon Eller nicht der Kapellmeister, sondern wie bei vielen Kapellen üblich ein Stabführer an der Spitze der Musikkapelle Schmirn. Die Musikkapelle Vals-St.Jodok hielt das Bezirksmusikfest des Musikbezirkes Wipptal/Stubaital erstmals in St. Jodok ab. Die freiwillige Feuerwehr Schmirn feierte im Rahmen des Bezirksnasswettbewerbs und einer Feuerwehrautoweihe ihr 110 jähriges Bestehen. 90 Jahre Trennung Schmirn/Hintertux – Einweihung des neu errichteten Gipfelkreuzes am Tuxer Joch wurde von einer Bläsergruppe aus Schmirn bzw. Tux musikalisch umrahmt.  Konzert beim Oktoberfest in Hintertux. 1. “Musikantenhoangascht” wurde als Wunschkonzert mit 7 verschiedenen Schmirner Volksmusikgruppen  abgehalten. Gemeinsames Kirchenkonzert der Musikkapellen Schmirn und Sterzing (Leitung: Kpm. Benedikt Eller bzw. Roland Fidler, ebenfalls aus Schmirn) mit mehr als 80 Musikanten in den beiden Pfarrkirchen.

2017:Die Musikkapelle Schmirn war mit einer Abordnung von 6 Musikanten beim Bezirksorchester Wipptal/Stubai unter der Ltg. von Militärkapellmeister Apfolterer vertreten, welches anlässlich des 70 jährigen Jubiläums des Tiroler Blasmusikverbandes zwei Konzerte gab. Teilnahme bei den Feierlichkeiten anlässlich der “Markterhebung” der Gemeinde Fulpmes. Ehrenmitglied Felix Eller wurde zu Grabe getragen. Der 20. “Tag der Blasmusik” wurde mit zweitägigem Fest  kurzfristig im Gemeindesaal abgehalten – Unwetter und Sturm kurz vor Festbeginn machten die ganzen Vorbereitungen beim Pavillon zunichte. Musikalische Umrahmung der 30 Jahrfeier der Schützenkapelle auf der Kalten Herberge. Unsere Klarinettengruppe “Hoasse Helza” nehmen mit einem Stück von KpmStv. Martin Eller beim großen Bundesfinale “Holz kling gut” im Anton Brucknerhaus in Linz teil.

 

Zusammengestellt: Reinhard Auer